6 wichtige Überlegungen zum präzisen Biegen von Präzisionsstanzteilen
Biegen ist eines der am häufigsten verwendeten Verfahren zum Präzisionsstanzen von Blechen. Die Qualität des fertigen Produkts hängt weitgehend von den Fähigkeiten und der Technik des Bedieners ab. Beim Biegen Präzisionsstanzteileist es wichtig, die folgenden sechs Hauptüberlegungen zu beachten.

1. Entfernen Sie Grate aus dem Biegebereich.
Grate vom Schneiden oder Stanzen können Spannungskonzentrationen verursachen, die zu Rissen im Biegebereich führen können. In diesem Fall ist es notwendig, die Biegeverformung zu reduzieren oder die Grate zu entfernen oder die Seite mit Graten auf der Innenseite des Biegebereichs zu platzieren. Dies liegt daran, dass die Innenseite des Biegebereichs unter Druck steht und dadurch weniger wahrscheinlich Risse im Metall entstehen.
2. Kontrollieren Sie den Winkel zwischen der Biegelinie und der Walzrichtung des Blechs.
Beim Biegen und Auslegen von Teilen sollte der Winkel zwischen Biegelinie und Walzrichtung wie folgt sein:
- Beim eindirektionalen V-förmigen Biegen sollte die Biegelinie senkrecht zur Walzrichtung stehen.
- Beim Biegen in zwei Richtungen wird empfohlen, dass die Biegelinie in einem 45-Grad-Winkel zur Walzrichtung verläuft.
3. Steuern Sie den Biegeradius des Biegeteils.
Ein zu kleiner Biegeradius kann dazu führen, dass sich die äußere Metallschicht über ihre Elastizitätsgrenze hinaus verformt und reißt. Daher sollte der minimale Biegeradius des Biegeteils die angegebenen Daten nicht unterschreiten.
4. Verhindern Sie ein Verbiegen in der Blau-Sprödzone und der Heiß-Sprödzone.
Bei der Wahl des Warmbiegeverfahrens und der Heiztemperatur ist darauf zu achten, dass ein Biegen in der Blau- und Warmsprödezone vermieden wird. Denn in bestimmten Temperaturbereichen kann es beim Erhitzen zu einer Versprödung des Metalls durch Ausscheidung bzw. Umwandlung von Sekundärphasen kommen. Beispielsweise wird Kohlenstoffstahl bei einer Erhitzung auf 200–400 °C aufgrund der Aushärtung (Ausfällung von Einschlüssen auf Gleitflächen an Korngrenzen) spröde. Die Eigenschaften des Stahls verschlechtern sich und er neigt eher dazu, zu brechen (Blaubruch). Im Bereich von 800–950 °C kann es zudem zu einer Versprödung des Metalls aufgrund einer Abnahme der Plastizität kommen. Derselbe Biegevorgang kann dazu führen, dass das Teil in diesem Temperaturbereich, der als Heißsprödzone bezeichnet wird, bricht.

5. Verbessern Sie den technischen Zustand der Arbeitsteile der Form.
Dabei geht es vor allem darum, die Oberflächenrauheit der konvexen und konkaven Formarbeitsflächen zu reduzieren und den angemessenen Abstand einzustellen. Wenn die abgerundeten Ecken der konkaven Form abgenutzt sind oder der Spalt zu klein ist, oder wenn die Oberflächenrauheit der konkaven Form hoch ist oder die Konstruktionsstruktur nicht richtig ist, ist der Zuführwiderstand groß und es kommt eher zu Rissen.
6. Die Biegereihenfolge muss stimmen.
Bei Teilen, die zur Herstellung mehrere Biegungen erfordern, erfolgt die Biegereihenfolge im Allgemeinen von außen nach innen. Das heißt, dass zuerst die Ecken der beiden Enden umgebogen werden und anschließend die Ecken des Mittelteils. Die erste Biegung muss so beachtet werden, dass sie eine zuverlässige Positionierung für die zweite Biegung gewährleistet, und die zweite Biegung sollte den bereits geformten Teil der ersten Biegung nicht beeinträchtigen.
Weitere Überlegungen
Zusätzlich zu den sechs oben aufgeführten Hauptüberlegungen gibt es noch einige weitere Faktoren, die die Qualität gebogener Präzisionsstanzteile beeinflussen können. Dazu gehören:
- Die Materialeigenschaften des Teils. Manche Materialien neigen eher zur Rissbildung als andere. Beispielsweise neigen hochfeste Stähle eher zur Rissbildung als Weichstähle.
- Die Dicke des Materials. Dickere Materialien neigen eher zum Reißen als dünnere Materialien.
- Die Geschwindigkeit des Biegevorgangs. Eine zu hohe Biegegeschwindigkeit kann dazu führen, dass sich das Material erhitzt und spröde wird.
Wenn Sie diese Faktoren verstehen, können Sie fundierte Entscheidungen über die beste Biegemethode für Ihre Präzisionsstanzteile treffen.

Fazit
Das präzise Biegen von Präzisionsstanzteilen erfordert sorgfältige Liebe zum Detail und die richtige Technik. Indem Sie die sechs in diesem Artikel beschriebenen Schlüsselüberlegungen beachten, können Sie dazu beitragen, dass Ihre Teile mit hoher Qualität und Genauigkeit hergestellt werden. Neben diesen Überlegungen ist es auch wichtig, hochwertige Materialien, scharfe Werkzeuge und eine richtig kalibrierte Biegemaschine zu verwenden. Wenn Sie diese Tipps befolgen, können Sie Präzisionsstanzteile herstellen, die genau Ihren Spezifikationen entsprechen.









